Die wichtigsten elektronischen Handelsplätze im Überblick

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Beitrag Redaktion
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Wer keine Lust auf den klassischen Parketthandel hat, kann auch über automatisierte Handelsmodelle Wertpapiere kaufen und verkaufen. Ein elektronisches Handelssystem bringt dabei Käufer und Verkäufer zusammen, ohne dass die beiden Parteien selbst kommunizieren müssen.

Während die großen Parketthandelsplätze entsprechende Gebühren für den Handel verlangen, erhalten gerade Privatanleger bei einigen elektronischen Handelssystemen die Möglichkeit, Wertpapiere ohne zusätzliche Gebühren zu traden. Wir stellen Ihnen die vier wichtigsten elektronischen Handelsplätze für Privatanleger vor.

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Xetra

Der Begriff Xetra fungiert als Kurzform für "exchange electronic trading", also für den elektronischen Börsenhandel. Xetra wird von der Deutschen Börse AG betrieben, die gleichzeitig auch Betreiber der Wertpapierbörse in Frankfurt ist. Das elektronische Handelssystem gilt dabei als Marktführer im Segment des elektronischen Aktien-Börsenhandels. Es steht für faire Preise, niedrige Spreads und Transparenz. Marktkenner schätzen, dass rund 90 Prozent des deutschen Aktienhandels über Xetra abgewickelt werden. An dieser digitalen Börse kommen Sie als Privatanleger daher nicht vorbei. Allein im Dezember 2021 wurden an der Xetra rund 150 Milliarden Euro Handelsvolumen mit ETFs und Aktien umgesetzt.

Wie gut die Technik und die Performance von Xetra funktioniert, lässt sich auch daran abmessen, dass das elektronische Handelssystem auch von anderen Börsen, wie beispielsweise die in Ljubljana und Wien oder auf den Cayman Islands, genutzt wird. Zudem ziehen in Deutschland kleinere Handelsplätze und Börsen mit vergleichsweise weniger Liquidität und niedrigerem Handelsvolumen Xetra als Referenzmarkt heran, um ebenfalls faire Preise zu gewährleisten. Xetra hat mit seinem Marktmodell des fortlaufenden Handels mit Auktionen börsentäglich von neun bis 17.30 geöffnet.

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LS Exchange

Die LS Exchange des Düsseldorfer Finanzdienstleisters Lang & Schwarz gibt es seit 2016. Damit stellt dieses Handelssystem in Deutschland die jüngste elektronische Börse dar. Die LS Tradecenter AG agiert dabei als Market Maker. Ausgerichtet ist sie auf Privatanleger und zielt nach eigenen Angaben darauf ab, börslichen und außerbörslichen Wertpapierhandel zum Vorteil der Anleger miteinander zu vereinen. Die Börse Hamburg fungiert dabei zum einen als Kooperationspartner bei der LS Exchange-Gründung uns ist zum anderen sind im Vergleich für die börsliche Aufsicht zuständig.

Gehandelt werden kann börsentäglich von 7:30 Uhr bis 23:00 Uhr. Das sind im Vergleich zu den anderen elektronischen Systemen die längsten Handelszeiten. Dadurch wird es ermöglicht, auf Bewegungen bzw. Vorkommnisse am US-amerikanischen Markt zeitnah zu reagieren. Insgesamt bietet LS Exchange mehr als 10.000 Wertpapiere zum Handel an. Insbesondere in dem Bereich ausländischer Aktien ist LS Exchange sehr stark aufgestellt.

Gettex

Gettex zählt zu den Handelssystemen der Bayerischen Börse, die gleichzeitig auch Betreiber der Börse in München ist. 2015 gegründet, können institutionelle und private Investoren im Rahmen dieses elektronischen Handelssystems Wertpapiere handeln. Ende 2021 konnten Sie bereits über 27.000 Wertpapiere handeln, wobei noch mehrere hunderttausend Derivate der Emittenten Goldman Sachs, HSBC und HypoVereinsbank zur Verfügung stehen.

Gettex basiert auf einem Market Maker Handelsmodell. Die Baader Bank fungiert dabei als Market Maker, der für faire Preise und ausreichende Liquidität sorgen soll. Handeln können Sie bei Gettex börsentäglich von acht bis 22:00. Eine Ausnahme bilden dabei Anleihen. Diese lassen sich nur bis 20:00 Uhr handeln. Für Privatanleger besonders interessant: Es werden keine Börsengebühren oder Courtage verlangt. Sie müssen nur den Spread bezahlen. Das kann sich von Anbieter zu Anbieter allerdings unterschiedlich auswirken.

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Tradegate

Die Tradegate Exchange ist explizit auf Privatanleger spezialisiert. Betreiber sind die Deutsche Börse AG, Tradegate AG und die Berliner Börse. Gemeinsam mit Xetra zählt Tradegate in Deutschland zu den führenden digitalen Wertpapierbörsen. Im Jahr 2021 erzielte die E-Börse mit mehr als 300 Milliarden Euro einen Rekordumsatz. Nicht umsonst gilt Tradegate als Profiteur des gegenwärtigen Aktienbooms.

Handeln können Sie über 4.000 Aktien sowie jeweils rund 2.000 ETFs, Investmentfonds und Anleihen. Anleihen, Investmentfonds und ETFs. Auch Tradegate bezieht sich dabei auf das so bezeichnete Market Maker Marktmodell. Als Spezialist sichert die Tradegate AG die Liquidität und greift gezielt in die automatischen Vorgänge der Preisbildung ein. Die Handelszeiten sind von acht bis 22:00 Uhr.

Das waren die wichtigsten elektronischen Handelsplätze im Überblick. Das könnte Ihnen auch gefallen:

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