Investment in Rohstoffe - das sollten Sie als Privatanleger dringend beachten

Investment in Rohstoffe - das sollten Sie als Privatanleger dringend beachten

Beitrag Redaktion
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Es muss nicht immer ein Investment in Aktien sein. Sie können Ihr Geld alternativ auch in Rohstoffe anlegen. Wann und ob überhaupt es sinnvoll ist in Kupfer, Getreide oder Rohöl zu investieren, erfahren Sie im folgenden Text.

Wir sagen Ihnen, was Sie wissen müssen, wenn Sie ein Investment in Rohstoffe eingehen möchten. Es gibt sinnvolle Gründe, die für ein Investment in Rohstoffe sprechen. Aber es gibt auch Risiken, die gegen ein Investment gerade von Privatanlegern sprechen.

Welche Rohstoffe können gehandelt werden?

Theoretisch sind Investments in alle Rohstoffe möglich. Die einzelnen Ressourcen lassen sich dabei in fünf verschiedene Kategorien einordnen:

  1. Viehwirtschaft: Investieren können Sie etwa in Lebendrinder, Mastrinder oder auch Schweine.
  2. Landwirtschaftliche Produkte: Zu diesen Agrarprodukten zählen beispielsweise Weizen, Baumwolle, Mais, Kaffee, Kakao, Raps, Sojabohnen, Zucker, Palmöl oder Holz.
  3. Energieträger: Hierzu zählen die Rohöl-Sorten Brent und WTI, sowie Kohle, Benzin, Erdgas oder Ethanol. In diese Kategorie fällt zudem auch Uran.
  4. Industriemetalle: Investiert werden kann in alle Metalle, die für die Industrie von Bedeutung sind. Typische Beispiele hierfür sind Aluminium, Kupfer, Blei, Zink, Zinn und Nickel.
  5. Edelmetalle: Investments in Gold, Silber, Kupfer, Palladium oder Platin zählen zu den Anlagemöglichkeiten in dieser Kategorie.
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Auf diese Weise können Sie in Rohstoffe investieren

Es stehen Ihnen verschiedene Wege offen, um Ihr Geld in Rohstoffe anzulegen. Abhängig vom jeweiligen Rohstoff, können Sie Ihr Investment über die folgenden Anlagemöglichkeiten realisieren:

  • Direktanlage: Diese Anlageform funktioniert nur bei Edelmetallen wie Gold und Silber. Sie erhalten für Ihr Geld Barren oder Münzen, die Sie in einem Schließfach oder in Ihrem Tresor aufbewahren können.
  • Aktien und Fonds: Sie legen Ihr Geld in diesem Fall nicht direkt in Rohstoffe ein. Vielmehr investieren Sie in Unternehmen, die mit Rohstoffen ihr Geld verdienen. Klassiker in diesem Bereich sind Aktien von Ölbohrfirmen oder Goldminen. Aber Vorsicht: Eine solche Anlage ist sehr risikoreich.
  • ETFs und ETCs: Exchanged Traded Funds (ETFs) bilden einen Rohstoffindex nach. Die Streuung der einzelnen Indizes unterscheidet sich dabei häufig vehement. Möchten Sie auf einzelne Werte setzen, greifen Sie zu den Exchanged Traded Commodities (ETCs). Dann investieren Sie in eine Rohstoffklasse und nicht in einen ganzen Index. Ein Rohstoff-ETC stellt also eine Art Schuldverschreibung oder Lieferschein dar.
  • Zertifikate: Diese Anlageform ähnelt der Funktionsweise von ETCs. Meistens handelt es sich hierbei um Rohstoff-Futures. Das sind Terminkontrakte, mit denen Sie das Recht erwerben, in der Zukunft zu einem bestimmten Zeitpunkt eine bestimmte Rohstoff-Menge zu erwerben. Soweit die Theorie, in der Praxis setzen die Investoren hierbei auf fallende oder steigende Preise.

Beachten Sie diese Risiken beim Investment in Rohstoffe

Wenn Sie in Rohstoffe investieren möchten, sollten Sie auch immer der Risiken bewusst sein. Sowohl wirtschaftliche als vor allem auch politische Faktoren fungieren hier als starke Einflussfaktoren. Sie führen zu stark schwankenden Kursen, was unter Umständen zu hohen Verlusten führen kann. Dies sind die relevantesten Risiken:

  • Geopolitische Risiken: Viele Rohstoffe werden teilweise in vergleichsweise instabilen Schwellenländern abgebaut. Zudem beeinflussen Organisationen, wie beispielsweise die OPEC, den Rohölpreis. Geopolitische Risiken dieser Art sorgen für Unsicherheit und volatile Märkte.
  • Währungsrisiken: Da die meisten Rohstoffe in US-Dollar gehandelt werden, spielen das Auf und Ab des Dollarkurses sowie der jeweilige Wechselkurs zum Euro eine große Rolle.
  • Emittentenrisiko: Investieren Sie in Rohstoff-Zertifikate, besteht das Risiko, dass die ausgebende Bank (hier: der Emittent) pleitegeht. Das kann für Sie dann einen Totalverlust bedeuten.
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Wie viel Platz in Ihrem Depot sollten Sie Rohstoff-Investments einräumen?

Bei einem Rohstoff-Investment gibt es keine Zinsen und Dividenden. Im Hinblick auf die Portfoliodiversifikation gilt: Richten Sie Ihr Portfolio ausgewogen, ausreichend breit gestreut und langfristig aus. Der Anteil am Gesamtdepot sollte maximal zehn Prozent betragen. Denn das Risiko bei einem Investment in Rohstoffe ist vergleichsweise hoch. Innerhalb kürzester Zeit können die Preise stark steigen, aber auch genauso schnell sinken.

Warum sollten Privatanleger in Rohstoffe investieren?

Dennoch sollten Sie Rohstoff-Anlagen auf jeden Fall in Ihr Depot integrieren. Da sich zum Beispiel Gold und einige andere Rohstoffe stets gegensätzlich zum Markt entwickeln. Das bedeutet: Sinken die Aktienkurse, steigen in der Regel viele Rohstoffpreise. Gerade in Krisenzeiten mit hohen Inflationsraten besitzen Sie dann einen "sicheren Hafen". Eine entsprechende sichert also den Wert Ihres Vermögens ab. Erfahrene Anleger können auch auf den weiteren Kursverlauf spekulieren. Beliebt sind diesbezüglich zum Beispiel Industriemetalle, Erdöl oder Weizen. Aber Vorsicht: Solche Spekulationen sind grundsätzlich mit sehr hohen Risiken behaftet.

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Risikohinweis: Futures, Aktien und Devisenhandel beinhalten ein erhebliches Risiko und sind nicht für jeden Anleger geeignet. Ein Investor könnte ganz oder mehr als das investierte Kapital verlieren. Risikokapital ist Geld, das verloren gehen kann, ohne die finanzielle Sicherheit oder den Lebensstil zu gefährden. Nur Risikokapital sollte für den Handel verwendet werden und nur diejenigen mit ausreichendem Risikokapital sollten den Handel in Betracht ziehen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist nicht notwendigerweise ein Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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