Wie effektiv ist die Value-Strategie für Privatanleger?

Wie effektiv ist die Value-Strategie für Privatanleger?

Beitrag Redaktion
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Geht es nach Star-Investor Warren Buffett, sollte die strategische Ausrichtung von Anlegern immer gleich sein. Demnach müssen Sie lediglich immer zwei Regeln beachten. Erste Regel: Nie Geld verlieren. Zweite Regel: Vergessen Sie niemals die erste Regel. Damit ist im Grunde genommen bereits alles über Strategie und Ziele gesagt.

Der Berkshire Hathaway-Gründer weiß aber natürlich, dass Verluste ebenso wie Gewinne an der Börse zum Tagesgeschäft gehören. Fakt ist nämlich: Es existiert keine universelle Strategie, die für jede Börsenlage die optimale Wahl darstellt. Daher muss Ihre Anlage-Strategie immer genau auf die jeweiligen Erfordernisse des Marktes sowie explizit auf Ihre Risikobereitschaft ausgelegt sein.

Value Strategie

Großinvestor Warren Buffett gilt als Verfechter der Value-Strategie

„Wenn Sie einen Dollar kaufen, sollten Sie dafür nicht mehr als 50 Cent bezahle.“ Auch dieser Satz stammt von dem weltweit bekannten Großinvestor Warren Buffett. Das klingt zwar etwas schräg, beschreibt im Grunde genommen aber genau, was als Value-Strategie bezeichnet wird: Bei einer Aktie oder einem Investment in Wertpapiere ist immer der Wert und nicht der Preis der jeweiligen Aktie entscheidend. Demnach sollten Sie Ihr Geld immer nur dann in Aktien investieren, wenn diese zum einen günstig erhältlich sind und zum anderen eine hohe fundamentale Qualität aufweisen.

So bestimmen Sie den Wert einer Aktie

Um die Value-Strategie erfolgreich anwenden zu können, müssen Sie zuvor den jeweiligen Aktienwert gezielt bestimmen bzw. ermitteln. Nutzen können Sie diesbezüglich zum Beispiel das Kurs-Gewinn-Verhältnis (in Kurzform: KGV). Er geht dabei um das Verhältnis des prognostizierten oder erzielten Gewinns der Aktie zum aktuellen Kurs. Dabei gilt: Liegen die ermittelten Werte im Bereich zwischen zehn und 15, können Sie von einer tatsächlich fairen Bewertung ausgehen. Bleibt der Wert unter zehn, präsentiert sich die Aktie dagegen als günstig. Geht der Wert über 15 hinaus, können Sie von einer Überteuerung ausgehen.

Bei der Value-Strategie kommt es in erster Linie auf die Fundamentalzahlen an

Aber aufgepasst: Ein niedriges KGV bedeutet nicht automatisch, dass eine Kaufempfehlung vorliegt. Das gilt auch im umgekehrten Fall. Denn ein hohes Kurs-Gewinn-Verhältnis können Sie ebenfalls nicht sofort als ein Signal (in diesem Fall eine Verkaufsempfehlung) auffassen. Denn für sich allein genommen sagt ein Kurs erst einmal nur wenig aus.

Möchten Sie den Aktienwert richtig einschätzen, ist der Einsatz einer Fundamentalanalyse zwingend erforderlich. Im Rahmen einer solchen Analyse lassen sich etwa die Eigenkapitalquote, die Verschuldung sowie die Gewinn- und Umsatzentwicklung detailliert untersuchen und bewerten. Diese Fundamentalzahlen stellen dabei im Rahmen der Value-Strategie den entscheidenden Faktor dar, ob Sie den Kauf einer bestimmten Aktie in Betracht ziehen sollten.

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Stellt die Value-Strategie auch für Privatanleger eine lukrative Lösung dar?

Bei der Value-Strategie nehmen Sie gewissermaßen die Perspektive des Unternehmers selbst ein. Dank der Ergebnisse einer umfassend durchgeführten Fundamentalanalyse sind Sie in der Lage, das langfristige Entwicklungspotenzial zu identifizieren und unternehmerische Risiken herauszufiltern. Das garantiert Ihnen genau den Überblick, den Sie benötigen, um sich für oder gegen ein Investment in eine bestimmte Unternehmensaktie zu entscheiden.

Aber um den tatsächlichen Wert einer Aktie zu ermitteln, benötigen Sie fundiertes Wissen, bestenfalls eine langjährige Erfahrung und nicht zuletzt viel Zeit und Geduld. In der Praxis sind viele Anleger mit Ihrer Value-Strategie gescheitert, da es an dem nötigen Know-how und der erforderlichen Expertise mangelt. Zudem ist die Value-Strategie immer mit reichlich Aufwand und daraus resultierenden Kosten verbunden. Für Privatanleger ist die Value-Strategie daher auch nur bedingt empfehlenswert.

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